Für die Raumluft-Feuchtigkeit gibt es einen optimalen Bereich, denn sowohl zu trockene als auch zu feuchte Luft hat bezüglich Komfort und Gesundheit nachteilige Folgen. In Spitälern ist eine Befeuchtung der Raumluft zur Einhaltung des geforderten Raumklimas unumgänglich.
Dabei ist besonders auf die geforderte Sicherheit bezüglich der spezifizierten Einhaltung der Reinluftqualität zu achten. Auch hat die Luftqualität gravierende Auswirkungen auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Angestellten und Patienten. Mögliche Auswirkungen sind: Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen, Augenbrennen und Reizungen der Atemwege. Die in der Luft befindlichen Bakterien können durch die ausgetrockneten Schleimhäute eindringen und hier Entzündungserscheinungen auslösen.
Elektrische und elektronische Geräte in Operationssälen können empfindlich reagieren, das heisst es können elektrische Schläge entstehen. Dies muss vor allem auch im Zusammenhang mit entzündbaren narkotischen Gasen berücksichtigt werden. Die Luftfeuchtigkeit in Entbindungsstationen und Säuglingsintensivstationen ist von entscheidender Bedeutung, da Säuglinge sehr empfindsam auf trockene Luft reagieren. Deshalb sollte der Einbau eines Befeuchtungssystems in Krankenhäusern bereits in der Planungsphase vorgesehen und zwingend realisiert werden.
Empfohlene Luftfeuchtigkeitswerte
Vorgang/Lokalität
|
Temperatur
von – bis °C
|
rel.Feuchte
von – bis % |
| OP-Räume |
23 – 24°C |
50 – 60 % |
| Wachstation |
20 – 22°C |
40 – 50 % |
| HNO-Operierte |
20 – 22°C |
70 – 90 % |
| Patientenzimmer |
20 – 22°C |
40– 50 % |
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